Denn Sie wissen nicht was sie tun!

9. Januar 2015
Daniel Resch

Warum Unternehmen an Social Media scheitern

 

 

Viele Unternehmen bespielen Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. Und meist gibt es dafür nur einen Grund – die anderen machen’s ja auch.

 

10 Gründe für ein erfolgreiches scheitern:

  1. Die „Null-Strategie“

Zu schauen was andere machen und versuchen dies nachzuahmen ist zu wenig. Es gilt die eigene Zielgruppe zu erkennen und entsprechend zu anzusprechen.

  1. Inhalt FAIL

Wer sorgt für den Inhalt? Wer hat die Verantwort? Wer ist Chef vom Dienst? Nicht jeder Inhalt ist für jedes Medium angebracht. Content is King!

  1. Think again!

Gut Ding braucht Weile. Natürlich erreicht man schneller seine Zielgruppe als bei den „old school“ Medien, jedoch gilt auch hier…der Erfolg stellt sich nicht über Nacht ein. Auch Social Media Kampagnen wachsen mit der Zeit, so auch das Publikum.

  1. Werbung Werbung …

Und noch eine Werbung schalten…und noch eine „ist ja so günstig“. Gewinnspiele werden auch bald fad. Wollen Sie ständig mit Werbung oder Gewinnspielen bombardiert werden? Perspektivenwechsel kann beflügeln.

  1. Ich bin der Sender, Ende.

Auch im Web sollte man zuhören. Einseitige Kommunikation ist gerade in den angesprochenen Kanälen fatal. Die Zielgruppe möchte kommunizieren, aktiv bleiben ist ein absolutes MUSS.

  1. Mieses Zeitmanagement

Um erfolgreich kommunizieren zu können, müssen Sie sich auch genug Zeit nehmen. Zeitmanagement ist ein Schlüsselfaktor, wer glaub Anfragen zwischen „Tür und Angel“ beantworten zu können hat auf das falsche Pferd gesetzt.

  1. Selbst offline sein

Jeder erfolgreiche Social Media Manager ist selbst aktiv auf Facebook, Twitter usw. Sie müssen mit der Materie vertraut sein in der Sie sich bewegen. Die Plattformen ändern sich ständig, bleiben Sie fit.

  1. Marketing, no thanks.

Wer ist die Zielgruppe? Wen möchte ich erreichen? Wann erreiche ich meine Zielgruppe am besten? Was interessiert meine Zielgruppe? Welche Plattformen machen Sinn? Diese Fragen sollten Sie beantworten können.

  1. Leere Kassen

Budgetieren Sie Ihren Social Media Auftritt. Die Anmeldung ist gratis, danach sollten Sie jedoch Budget für z.B.: Bildrechte, Personal, Contenterstellung, Werbung und Lizenzen einplanen.

10.  Erfolg kommt über Nacht

Schrauben Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch. Es handelt sich zwar über ein schnelllebiges Medium jedoch bedeutet dies nicht das Sie über Nacht mit Erfolg und neuen Kunden überschüttet werden. Ihre Strategie muss wachsen.

 

Und da liegt wohl schon der Hund begraben, Social Media ist kein Studentenjob und auch nicht gratis. Für viele Betriebe sind Social Media Kanäle noch eine Randerscheinung, keine Art der Kommunikation (zumindest im Business Bereich). „Das geben wir den Praktikanten“ – hört man von Seiten der Chefetagen. Anstatt den „billigen“ und mit Sicherheit Erfolglosen Weg einzuschlagen sollte man sich um einen Social Media Manager bemühen.

 

 

Der Social Media Manager

 

Oftmals wird ein Social Media Manager schlecht bezahlt und wo soll er zugeordent warden? Dem Marketing? Der Kommunikation?

Bringen Sie ihrem Social Media Manager das nötige Vertauen entgegen. Er ist ein Aushängeschild Ihres Unternehmens!

 

Viele Unternehmen können mit dem Begriff Social Media Manager nichts anfangen. Somit warden häufig externe Agenturen mit der Aufgabe beschäftigt. Mit Sicherheit eine gute und Sinnvolle Alternative wenn man nicht selbst einen Social Media Manager beschäftigen will oder kann. Aber Achtung: Externe Agenturen können die interne Expertise nicht ersetzne sonder “nur” ergänzen.

 

Die Rolle des Social Media Manager:

 

  • Er kennt die Zielgruppe
  • Er erreicht die Zielgruppe
  • Er kommuniziert auf Augenhöhe
  • Er ist Manager

 

Die 4 Regeln der Kommunikation

 

  • Erfolgreiches Kommunizieren beginnt mit zuhören
  • Nehmen sie aktiv teil
  • Und geben Sie Kontrolle ab
  • Beschäftigen Sie sich mit den Themen Ihrer Zielgruppe

 

Michael Rasch, Leiter im Bereich Digitale Transformation bei PwC, macht deutlich:

“Social Media ist keine Einbahnstraße und die Nutzung darf nicht eindimensional bleiben. Unternehmen sollten vielmehr das interaktive Potenzial sozialer Medien nutzen, indem sie Mitarbeiter, Kunden und Interessierte aktiv einbinden und mit ihnen in einen Dialog treten.”

 

Rudi Fußi (Geschäftsführer Mindworker) hielt am– Point Of Marketing Mitte Mai in Schönbrunn einen Vortrag zum Thema “#wtf – Warum Unternehmen an Social Media scheitern.” Wie ändert sich die Kommunikation? Was machen Unternehmen falsch und warum? Wie macht man’s richtig? Mit diesen und anderen Fragen setzte er sich in seiner Session bei der vom Dialog Marketing Verband Österreich gemeinsam mit der Österreichischen Marketing-Gesellschaft und dem CCA organisierten Veranstaltung auseinander. Darüber hinaus präsentierte er die zentralen Learnings aus der in Kooperation zwischen mindworker und dem DMVÖ entstandenen Social-Media-Studie 2014. Hier ein Videomitschnitt des Vortrags:

 

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1 Comment. Leave new

Gute Liste für Gründe, warum Unternehmen oft an den sozialen Medien scheitern. Bei vielen Unternehmen musste ich in der Vergangenheit schon feststellen, dass diese über keine Social Media Beauftragten zu verfügen scheinen. So wird zwar das Facebookprofil immer wieder mit Werbung gefüllt, die einfach von der Hauptkampagne kopiert wurde, aber auf Anfragen durch eigene Beiträge wird oftmals gar nicht erst geantwortet und dafür muss man erstmal den richtigen Ansprechpartner auf der Website suchen. Dann müssen sich Unternehmen auch nicht über fehlende Kundenbindung wundern, wenn Social Media nur als weiterer Werbekanal gesehen wird. Für mich bedeuten die sozialen Medien eben öffentliche Kommunikation und ein schnelles Auffinden von Fragen, die andere Kunden schon beschäftigt haben.

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